Hyperkalzämie: Informationen zu den Ursachen und Symptomen der Hyperkalzämie | Zometa
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Hyperkälziamie verstehen                                                           Printer-friendly version

Wie der Körper ein normales Kalziumniveau aufrechterhält

Der Körper erhält ein normales Kalziumniveau aufrecht, indem er einen Ausgleich der von den Knochen ausgewaschenen Menge, der für den Aufbau neuen Knochengewebes benötigten Menge, der aus dem Magen-Darm-Trakt aufgenommenen Menge und der von den Nieren ausgefilterten überschüssigen Menge erreicht (4).

Ursachen der Hyperkalziämie

Als Hyperkalziämie wird ein übermäßiger Kalziumgehalt im Blut bezeichnet. Eine der Ursachen für Hyperkalziämie liegt in einem erhöhten Wert des von den Knochen ausgewaschenen Kalziums, wie es bei Knochenmetastasen geschieht (3, 4). Die Knochenmetastasen setzen mehr Kalzium frei, als die Nieren abscheiden können (3, 4). Eine andere Ursache für Hyperkalziämie kann in einer Niereninsuffizenz liegen, wenn die Nieren nicht genug Kalzium ausfiltern können, um den Gehalt im Blut auf den normalen Wert zu senken (3,4). Eine letzte (wenngleich selten beobachtete) Ursache für Hyperkalziämie kann eine erhöhte Aufnahme von Kalzium aus dem Magen-Darm-Trakt sein (4).

Wie häufig tritt Hyperkalziämie bei Krebspatienten auf?

Hyperkalziämie wird bei 10 % bis 20 % der Krebspatienten beobachtet (1, 2). Das überschüssige Kalzium aus dem Blut entstammt der Zersetzung von Knochengewebe durch das Krebsgeschwür (2). Die von den Tumorzellen freigesetzten Hormone verursachen ein Abtragen (eine Reabsorption) des Knochens durch spezielle Zellen, die als Osteoklasten bezeichnet werden (4). Knochenmetastasen setzen in ihrer Umgebung Substanzen frei, die das Abtragen des Knochens durch Osteoklasten anregen (4).

Symptome der Hyperkalziämie

Die Symptome der Hyperkalziämie sind häufig nur vage und unspezifisch (4). Häufig kommt es zu einer Verwechslung mit den Symptomen des zugrundeliegenden Tumors (4). Unter den Symptomen des Magen-Darm-Bereichs wurden Schwindelgefühl, Erbrechen und Appetitlosigkeit beobachtet (3, 4). Durch Schwindelgefühl und Erbrechen kann es zu Dehydrierung (Wassermangel im Körper) kommen, wodurch sich die Hyperkalziämie noch intensiviert (4). Als neurologische Symptome sind Depression und Müdigkeit bekannt (4). Weitere Symptome sind Juckreiz und Knochenschmerz (4).

Wenn Sie diese Symptome an sich beobachten, sollten Sie Ihren Arzt bitten, eine Blutuntersuchung auf Ihren Kalziumgehalt vorzunehmen.

Behandlung der Hyperkalziämie

Die Behandlung der Hyperkalziämie hängt von ihrem Schweregrad ab (3, 4). Bei leichter Hyperkalziämie mit nur geringfügig erhöhtem Kalziumwert ist häufig keine Behandlung erforderlich (4). Mittelschwere und schwere Hyperkalziämie dagegen muss behandelt werden (4). Um der Dehydrierung entgegenzuwirken, wird häufig intravenös Flüssigkeit verabreicht (4). Bisphosphonate sind synthetische (künstlich hergestellte) Verbindungen, die einer natürlich im gesunden Knochen vorkommenden Substanz ähneln (1). Sie gehen feste Verbindungen mit Knochen ein (1). Sie sind gegenüber der Zersetzung durch Osteoklasten resistenter als die natürliche Substanz und hindern die Osteoklasten so vor dem Abbau von Knochengewebe (1). Wenn sich das Abtragen (die Reabsorption) der Knochen verringert, nimmt auch der Kalziumgehalt im Blutserum ab. Hyperkalziämie wird in den meisten Fällen mit Bisphosphonaten behandelt (2). Eine weitere Behandlungsmethode der Hyperkalziämie bietet das Calcitonin, ein Hormon, das üblicherweise im gesunden Körper ausgeschüttet wird (2). Normalerweise verringert das Calcitonin die erneute Absorbierung von Kalzium aus Knochengewebe. Bei der Calcitonintherapie wird zusätzliches Calcitonin mit dem Ziel bereitgestellt, die Zersetzung von Knochengewebe abzuwehren (2). Das Calcitonin verringert den Kalziumgehalt im Blutserum durch Verringerung des aus dem Knochen stammenden Kalziums. Leider nimmt die Wirkung zusätzlichen Calcitonins längerfristig ab. Daher handelt es sich hier nur um eine kurzfristige Therapie der Hyperkalziämie (1). Schließlich führt eine Tumortherapie, bei der die Größe des Tumors abnimmt, auch zu einer Verringerung der vom Tumor ausgeschütteten Substanzen, welche die Osteoklasten zum Abbau von Knochengewebe anregen (4).

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Literatur zum Thema:

  1. "How Zometa Works" (Wirkungsweise von ZOMETA) http://www.us.ZOMETA.com/info/about/howitworks.jsp. Zugriff am 5. Sep. 2003.
  2. Hypercalcemia: Health Professional Version (Hyperkalziämie: Informationen für Mediziner). http://cancer.gov/cancerinfo/pdq/supportivecare/hypercalcemia/healthprofessional/. Zugriff am 6. Sep. 2003.
  3. Hypercalcemia: Patient Version (Hyperkalziämie: Informationen für Patienten. http://cancer.gov/cancerinfo/pdq/supportivecare/hypercalcemia/patient/. Zugriff am 6. Sep. 2003.
  4. Morton A.R, Lipton A. Hypercalcemia. In: Abeloff M.D., Armitage J.O., Lichter A.S., Niederhuber J.E., Hrsg. Clinical Oncology. 2. Ausgabe. Churchill Livingstone. 2000. S. 719-735.