Krebs + Rückenmarkskompression: Symptome + Behandlung der Rückenmarkskompression
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Fakten zur Rückenmarkkompression                                                           Printer-friendly version

Was ist das Rückenmark?

Das Rückenmark besteht aus Nerven, die in mehreren Membranen eingekapselt sind (1). Zwischen diesen Membranen befindet sich eine Flüssigkeitsschicht. Das Rückenmark liegt also vollständig in den Membranen eingebettet (1). Das Rückenmark und seine Membranen befinden sich in einer von der Wirbelsäule gebildeten Knochenhülle (1). Diese Hülle ist weiter als das Rückenmark und seine Kapsel selbst. Daher verfügt das Rückenmark im gesunden Zustand über genügend Raum zur Bewegung, ohne dass es zu Verletzungen kommt (1).

Wie kommt es zu einer Rückenmarkkompression?

Es kann zu einer Verengung der genannten Knochenhülle kommen, wenn sie Druck von außen ausgesetzt ist. Die Ursache für eine solche Verengung kann in der Zerstörung des vorderen Teils eines Wirbelkörpers bei gleichzeitiger Verengung der Wirbelsäule liegen (2). Auch das Wachstum eines Tumors in die Wirbelsäule kann zu einer Verengung führen (2). Das Rückenmark selbst kann durch direkte Kompression aufgrund eines Knochensplitters oder durch den Tumor verletzt werden, wenn dieser Venen oder Arterien abpresst, welche die Blutversorgung des Rückenmarks gewährleisten. In diesem Fall kann die Blutversorgung stagnieren, und es kann zu Schwellungen innerhalb des Rückenmarks kommen (2).

Symptome der Rückenmarkkompression

Zu den Symptomen der Rückenmarkkompression gehören Rückenschmerzen, Schwächegefühl und Verlust des Empfindungsvermögens (2).

Was passiert bei der Rückenmarkkompression?

Bei mehr als 30 % aller Patienten mit einer metastatischen Erkrankung wird eine Rückenmarkkompression diagnostiziert (2). Allerdings kommt es nur bei 5 % der Patienten zu einer Fehlfunktion des Rückenmarks (2). Das Rückenmark kann Druck über eine lange Zeit tolerieren, wenn dieser im Ansatz langsam erfolgt (2). Auch kann das Degenerieren des Rückenmarks heilbar sein. Eine frühzeitige Diagnose erlaubt hier einigen Spielraum (2). Dieser Punkt ist sehr wichtig, da es sich bei jedem der Symptome einer Rückenmarkkompression um einen medizinischen Notfall handelt (2). Besonders bei Patienten, die an Krebs erkrankt sind, sollten neu oder intensiver auftretende Rückenschmerzen eingehend untersucht werden (2).

Behandlung der Rückenmarkkompression

Für eine Rückenmarkkompression bestehen die Möglichkeiten der Behandlung durch intravenöse Verabreichung von Corticoiden, Strahlentherapie sowie Operation zum Abbau des Drucks (2). Wenn eine Rückenmarkkompression nicht behandelt wird, kann eine Paraplegie (Lähmung der unteren Extremitäten) die Folge sein (2).

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Literatur zum Thema:

  1. Pick T.P., Howden R. The Spinal Cord and Its Membranes. Gray's Anatomy. Running Press. 1974. S. 707-720.
  2. Ruckdeschel J.C. Spinal Cord Compression. In: Abeloff M.D., Armitage J.O., Lichter A.S., Niederhuber J.E., Hrsg. Clinical Oncology. 2. Ausgabe. Churchill Livingstone. 2000. S. 811-819.